Harold Farberman (* 2. November 1929 in New York City) ist ein US-amerikanischer Dirigent und Komponist.
Farberman entstammt einer Musikerfamilie. Sein Vater spielte in den 1920er Jahren Schlagzeug in Schleomke Beckermans Klezmerband, sein Bruder ist Schlagzeuger, und sein erster Schlagzeuglehrer Irving Farberman war ein Cousin. Nach Abschluss eines Studiums an der Juilliard School of Music wurde er 1951
Schlagzeuger im
Boston Symphony Orchestra.
Farberman war bis 1963 Mitglied des Orchesters. In dieser Zeit absolvierte er ein Kompositionsstudium am New England Conservatory of Music. Durch seine erste Komposition
Evolution, ein Werk für Sopran, Horn und sieben Perkussionisten, wurde
Aaron Copland auf ihn aufmerksam und lud ihn 1955 als Kompositionsschüler nach Tanglewood ein. Für das
Quartett für Flöte, Oboe, Viola und Cello erhielt er 1957 den ersten Preis bei der
New England Composer's Competition, mit der
Greek Scene vertrat er 1957 die USA bei einem internationalen
Komponistensymposium in Paris.
Neben der Ausbildung bei Copland besuchte Farberman auch die Dirigentenklasse von
Eleazar de Carvalho. Ab 1963 war er Chefdirigent des Colorado Springs und des Oakland Symphony Orchestra sowie Erster Gastdirigent des Denver Symphony Orchestra und der Bornemouth Sinfonietta. Als Gastdirigent leitete er namhafte Orchester in Europa, Asien und Australien.
Für seinen Einsatz für die Musik
Charles Ives' zeichnete ihn die Academy of Arts and Letters mit der
Ives Medal aus. Farberman gründete die
Conductors Guild und das
Conductors Institute, eine internationale Ausbildungsstätte für junge Dirigenten.